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Geschätzte Vereinsmitglieder

Wir können Ihnen wiederum ein paar Neuigkeiten aus dem Melser Kapuzinerkloster und über verschiedene Aktivitäten des Freundeskreises berichten:

Eine neue Konradstube

Konradstuben spielen in den Kapuzinerklöstern eine wichtige soziale Rolle. Ihren Namen haben sie vom Heiligen Konrad von Parzham (1818 – 1894), einem Laienbruder, der während 41 Jahren als Pförtner die Wallfahrer im Kloster Altötting betreute, eine Aufgabe, die damals den Kapuzinern oblag. Konrad verköstigte zudem Arme und Randständige und bot ihnen ein Obdach. Er zeichnete sich durch Gebetseifer, stete Dienstbereitschaft und aufopfernde Liebe aus, wurde vom Volk geliebt und von den Wallfahrern verehrt.

Es ist geplant, in einer zweiten Bauetappe die Klosterkirche mit ihrer Infrastruktur und den Klostergarten zu erneuern. Schnittstelle zwischen dem erneuerten Seelsorgebereich um den Kreuzgang und der Klosterkirche wird dabei die Konradstube bilden. Nach dem neuen Seelsorgekonzept für das Melser Kapuzinerkloster sollen diese Räumlichkeiten künftig auch weiteren Ansprüchen dienen. So werden hier die für eine betrieblich vom Kloster unabhängige Kirchennut- zung und die Entlastung des Seelsorgebereichs notwendigen Einrichtungen wie behindertengerechte Toilette, Besprechungs- und Vorbereitungsraum sowie eine Notunterkunft untergebracht werden. Dank einem direkten Gartenzugang dürfte die Konradstube auch für kleinere Veranstaltungen in Zusammenhang mit der Kirchennutzung attraktiv werden.

Bericht des Architekten zum Fortgang der Bausanierung

Rund ums Kloster sind im Sommer sämtliche Erschliessungsleitungen erneuert, das Abwasser in einem Trennsystem gefasst und der Fernwärmeanschluss erstellt worden. Dieser erfolgte ab der neuen Hauptleitung, die von der Ortsgemeinde von der Zentrale Feldacker durch das Klosterareal ins Dorfzentrum erstellt wurde. Für den südseitigen Klostergarten, den Bruder Hans hegt und pflegt, ist eine minimale sanfte Instandstellung der Wege und Pergolen geplant. Für die Instandstellung der Pergolen werden immer noch freiwillige Hilfskräfte gesucht. Die Umgebung nördlich des Klosters kann erst mit der Konradstube neu gestaltet werden. Deren Reali- sierung ist vorbereitet und wird, sobald das nötige Geld vorhanden ist, sofort umgesetzt werden.

Betrieblich hat sich das Provisorium in der alten Konradstube – trotz der damit verbundenen Einschränkungen – bewährt und der „Arbeitsweg“ der Brüder von der temporären Unterkunft an der Rössligasse ins Kloster erweist sich als abwechslungsreich. Die Klostergemeinschaft wird mit der Betriebsaufnahme des Seelsorgezentrums in den neugestalteten Räumen im Frühjahr 2017 ihren Lebensmittelpunkt wieder an den Klosterweg verlegen. Ebenfalls im Frühjahr 2017 wird das von der Hospizgruppe Sarganserland im Neuen Kloster betriebene Hospiz seinen Betrieb aufnehmen und die ersten Mieter werden eine der separaten Wohnungen beziehen.

Gegenwärtig setzen sich alle Beteiligten, besonders der Orden und das Patronatskomitee, mit aller Kraft dafür ein, die noch fehlenden Mittel für den raschen Abschluss der ersten Bauetappe und die Erstellung der neuen Konradstube zu sammeln. Weitere Spenden und Beiträge sind jederzeit sehr willkommen, denn die Finanzierung der zweiten Etappe ist noch nicht gesichert.

Brief von Guardian Br. Ephrem Bucher an die Freunde des Klosters

Liebe Mitglieder des Freundeskreises Kapuzinerkloster Mels

Im Umfeld des Klosters Mels passiert derzeit einiges. Die Bauarbeiten drängen voran, denn an Ostern 2017 wird die erste Bauphase abgeschlossen sein. Also gibt es im Kloster etliche Baufortschritte zu sehen. Darum ist ja auch vorgesehen, am Vormittag des Weihnachtsmark- tes (am 3.12.2016) das Kloster für Besucher zu öffnen. Das Datum kann man sich merken.

Aber das Hauptmotiv für diesen Brief ist ein anderes bzw. es gibt zwei vordringliche Anliegen, die wir an Sie weitergeben möchten.

1. Im Verlauf der Detailplanung und der fortschreitenden Arbeiten hat sich gezeigt, dass der Umbau der Konradstube in die erste Bauphase vorgezogen werden sollte. Bis jetzt war man davon ausgegangen, dass dieser Bauteil in der zweiten Phase (zusammen mit der Kirche) an die Hand genommen werden sollte. Diese Verschiebung hat zur Folge, dass eine spezielle Fundraising-Aktion für die Konradstube organisiert werden muss, denn das bis jetzt verfügbare Geld reicht für dieses zusätzliche Bauelement nicht aus. Darum möchten wir Sie bitten, in Ihrem Bekanntenkreis ein wenig für die Konradstube zu werben. Aber noch wichtiger: uns wäre sehr gedient, wenn Sie uns Adressen von möglichen Unterstützern liefen könnten, mit welchen anschliessend Kontakt aufgenommen würde.

2. Das Programm des renovierten Klosters sieht vor, dass im ungenutzten Klosterteil vier Wohnungen (2 x 31⁄2 und 2 x 11⁄2 Zimmer) eingerichtet werden. Zwei der Wohnungen sind schon vermietet, zwei sind noch zu haben, wobei vor allem die 31⁄2 Zimmer-Wohnung vermietet werden sollte. Wenn diese Wohnung öffentlich ausgeschrieben wird, werden sich bestimmt Interessenten melden. Aber für das Kloster sind nicht alle Interessenten auch geeignete Mieter. Es braucht Leute, die sich auf die Umgebung eines Klosters minimal einlassen können. Evtl. wür den diese Mieter ganz gerne diesen und jenen kleinen freiwilligen Dienst für das Kloster über- nehmen – je nach Situation. – Vielleicht kennen Sie Leute, die auf der Suche nach einer andern Wohnung sind, und von denen Sie annehmen, die könnten sich in der Umgebung des Klosters entfalten. Dem Kloster wäre sehr gedient, wenn Sie bei der Suche nach passenden Mietern etwas behilflich sein könnten.

Für Ihre Mithilfe danken Ihnen das Kloster und das Patronatskomitee.

Weitere Informationen zu den angeschnittenen Themen erhalten Sie auf Anfrage gerne bei Br. Ephrem Bucher, Guardian, Tel.: 079 370 05 22; E-Mail: ephrem.bucher@kapuziner.org

Vereinsreise 2016

Der als Vereinsreise organisierte Kulturaustausch mit den Mitchristen des Suryoye Kulturver- eins Mels wurde für alle Teilnehmenden zu einem beglückenden Ereignis. Im spirituellen Zent- rum der Aramäer im ehemaligen Kapuzinerkloster in Arth durften wir gemeinsam einen wun- derbaren Tag voll spontaner Freundlichkeit, herzlicher Gastfreundschaft und froher Begegnun- gen erleben. Er wird bestimmt allen noch lange in bester Erinnerung bleiben.

Dank der auf eine Leinwand projizierten Gebete in Deutsch und der eingestreuten Erklärungen war es ohne weiteres möglich, der von Erzbischof Mor Dionysos Isa Gürbüz zelebrierten und von zahlreichen Diakonen, Messdienern und einem Frauenchor begleiteten Messfeier zu folgen. Erstaunt stellten die Gottesdienstbesucher fest, wie sehr der syrisch-orthodoxe Ritus demjenigen der katholischen Kirche vor dem letzten vatikanischen Konzil gleicht.

Im Anschluss hatte die stattliche Gästeschar Gelegenheit, sich im renovierten Kloster umzusehen und die wertvolle Bibliothek und das ehemalige Refektorium mit dem kunstvoll geschnitzten Gestühl zu bestaunen. Der Apéro war eine prima Gelegenheit, sich ungezwungen untereinander auszutauschen. Eine echte Überraschung und ein wahrer Hochgenuss war dann das von den fleissigen Frauen des Kulturvereins liebevoll zubereitete und von ihren Männern servierte aramäische Mittagessen. All die verschiedenen Köstlichkeiten auf dem Teller mussten einfach probiert werden, auch wenn man bereits satt war …

Gesänge und Gedichte von Ephrem dem Syrer in aramäischer Sprache, Erfahrungsberichte von Aramäern, die vor über 40 Jahren ihre Heimat verlassen hatten und als „Fremdarbeiter“ in unser Land kamen und ein erschütternder Erlebnisbericht des jungen Severiyos Aydin, der sich für Flüchtlinge des brutalen Krieges im Nahen Osten einsetzt, rundeten den in jeder Beziehung gelungenen Anlass ab. Ein grosses und herzliches Dankeschön unsern Gastgebern für diesen einmaligen, feinen Tag.

Termine zum Vormerken

Gerne erinnern wir Sie an folgende Termine im laufenden Jahresprogramm: Sonntag, 6. November – Fest des Klosterpatrons Karl Borromäus

19.00 Uhr – Festgottesdienst mit dem Kirchenchor Mels in der Klosterkirche Freitag, 11. November – Konzert mit dem Gesangsensemble „Eremitage“, St. Petersburg

19.00 Uhr – in der Klosterkirche
Samstag, 3. Dezember – Das Patronatskomitee lädt alle Interessierten ein zu einer Besichti- gung der Baustelle im Kloster – vormittags zwischen 9.00 und 12.00 Uhr

Vorschau auf das Jahresprogramm 2017

Bitte merken Sie sich auch bereits jetzt die Termine folgender Aktivitäten vor: Montag, 6. März – 19.30 Uhr – Hauptversammlung im Pfarreiheim Wangs

Mittwoch, 30. August – Vereinsausflug zum Kapuzinerinnenkloster Leiden Christi, Jakobsbad Sonntag, 1. Oktober – 17.00 Uhr – Feierstunde zum Franziskusfest im Kloster
Mittwoch, 4. Oktober – 19.00 Uhr – Feierliche Abendmesse zum Fest des Heiligen Franziskus Samstag, 4. November – Patrozinium, Fest des Heiligen Karl Borromäus

Wiedereröffnung des renovierten Klosters
Mittwoch, 22. November – Vortrag des Journalisten und Vatikan-Experten Johannes Englisch

Zu guter Letzt noch dies

Sowohl Guardian Br. Ephrem wie Architekt Johannes Florin schreiben in ihren vorangehenden Texten, dass die neue Konradstube erst dann gebaut werden könne, wenn das dafür benötigte Geld zusammengetragen sei. – Mit grosser Freude können wir vermelden, dass dank einer kürzlich eingegangenen Spende von Fr. 100‘000.- die Realisierung des Projektes einen grossen Schritt näher gerückt ist. Im Namen aller künftigen NutzerInnen des neuen Seelsorgezentrums im Kloster Mels sei der noblen Spenderin auch an dieser Stelle sehr herzlich gedankt.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und grüsse Sie freundlich

Hans Werner Widrig, Präsident
Herausgeber: Freundeskreis des Klosters Mels, Postfach 66, 8887 Mels